Der Wolf schaut in den Warp und betrachtet die dritte Runde des 10. WARPhammer

Nur ein normales Warphammer zum Jubiläum?

Keine Championship?!

Schweizer System und Topcut??

Alle Kritik, alles Gemurre vergessen. Wer wie die WARPhammer Turnierorga für die deutsche Community ein Dutzend und mehr Onlineturniere organisiert hat, dem darf die Losfee auch mal die richtig dicken Kartoffeln ernten und die Dame hat ihr agrarwissenschaftliches Studium offenbar summa cum laude abgeschlossen.

Schon vor dem Topcut ist das Feld der Siegertische so gut besetzt wie vielleicht seit den Warphammer Championships nicht mehr. Zeit für den Wolf sich die Paarungen und Spieler genauer anzuschauen:

An Tisch 1 versucht es der letzte verbleibende Internationale Killi Paaske in den Topcut zu schaffen. Der Sieger des dänischen GTs Copenhammer und Mitglied des irischen WTC Teams ist ein hochklassiger Spieler und führt eine spannende Variante der CRUSHER STAMPEDEin die Schlacht. Die Meta-Liste setzt auf zahlreiche schwer zu tötende Tyranidenmonster. Doch er hat einen harten Gegner erwischt. Warphammer-Veteran Davit „Davit“ spielt eine Antimeta-Liste die sich gewaschen hat. Seine infanterielastigen Goff Beast Snagga Boyz können dank Masse an Schaden 1 Attacken und +1 to wound Monsterlisten problemlos auseinander nehmen. So unterlag ihm auch Zuschauerliebling brefstar mit seinem Harridan in Runde 2. Davit hat schon brillante Matches gezeigt; wenn er hier seine beste Leistung abruft, wird er mit einem Sieg den Topcut erreichen und somit seine gewachsene Spielstärke demonstrieren.

Fazit: Vorteil Davit

An Tisch 2 setzt auch die Bestie von Bedburg auf nahkampflastige Orks. Er benutzt jedoch die üblichere Variante mit drei Beastbossen auf Squiggosaurs. Diese führte bereits Jens S im Major in Utrecht in die Top Ten und Diceskill wusste sie mit einigem Geschick im Warphammer einzusetzen. King of the Hill Chris „Majornaise“ ist der vielleicht beste Orkspieler des Landes und konnte neben seiner, fast schon gewohnten, Dominanz des Bedburger Turniergeschehens im letzten Jahr auch mit guten GT-Platzierungen auf sich aufmerksam machen.
Ihm gegenüber steht jedoch niemand anderes als Sebastian „Zweischneid“. Der die internationale Szene wie kaum ein anderer im Blick habende Firebug hat sich diesmal von Mani Cheema inspirieren lassen und benutzt die Wrackhorde. Dabei handelt es sich um eine Drukhari-Armee die auf Massen unsterblicher Coveninfanterie mit Objective Secured setzt. Zweischneid blickt auf das wohl erfolgreichste Jahr seiner 40k Karriere zurück. Neben RTT Siegen gelang ihm auch ein GT Sieg in der Schweiz und dazu der sensationelle Platz 6 auf dem Supermajor in Utrecht.

Zwei starke Listen, zwei bärenstarke, erfolgsverwöhnte Spieler. Zuschauerherz, was willst du mehr?
Werden sich die Orks durch die Reihen der Drukhari durchprügeln können? Werden die Squigbosse zu früh dem Gift der Spitzohren erliegen? Ein völlig offenes Spiel erwartet uns.

Fazit:  UNBEDINGT ANSCHAUEN Völlig offen.

An Tisch 3 ist Barkeeper heiß auf Mehr. Das Jahr 2021 verstrich, weit unter den eigenen Ansprüchen, ohne Turniersieg.
Doch zum Glück gibt es ja Neujahrsvorsätze.
Der Januar ist kaum vergangen und schon ist der erste Turniersieg erzielt. Im angehenden WTC Jahr zeigt sich der Donautroll in bestechender Form. Welche ein Triumph es wäre mit den alten Regeln den Craftworld Codex noch  zum Sieg im Warphammer zu führen! Auf der anderen Seite führt der WolfvonMibu die Grey Knights ins Feld. Die grauen Ritter setzen auf eine Variante von Fritz’ Hanseatic Alliance Open Siegerliste und haben bei ihrem letzten Ritt vor dem CA22 Nerf fünf Nemesis und einen Stormraven dabei. In welcher Form der Wolf ist? HA! Als ob er das hier verrät!

Fazit: ZENSIERT

Bis jetzt schon gute Matches? Wir haben erst die Hälfte!

An Tisch 4 kommt es zu einem Warphammer Match der ganz besonderen Art. Martin „Ikarus“ hat seinen frischen Sieg im Warphammer 9 im Rücken und will nun auch gegen die aktuellen Metaarmeen beweisen, dass seine Deathwing Terminatoren Bande das Zeug zu mehr hat. Für ihn gibt es im Warphammer nur den Sieg als Ziel. Der Zweite der Ewigen Warphammertabelle könnte damit als Zweiter nach Fred Oho die Zahl von drei Warphammersiegen erringen und somit der Erste werden, der in der Rangliste auf Schlagreichweite an Fred Oho heranrückt. Doch ihm stellt sich niemand anderer als Andy „Diceskill“ höchstpersönlich entgegen. Der erfahrene 40k-Veteran hatte seine Sternstunde im letzten Jahr als er im Finale der Warphammer Championships knapp 40k Wunderkind Liam Vsl unterlag. Seitdem hat er sich in der Spitze des Warphammers etabliert und ihm fehlt nur noch der Sieg in einem regulären Warphammer zur Krönung. Ein Jahr ist das Finale gegen Liam her, wird er seine späte Genugtuung diesmal erlangen? Mit dabei hat er dafür seine geliebten Kannonwagons. Auch er setzt auf die drei Beastboose auf Squiggosaurs, verbindet dies aber mit gewaltiger Feuerkraft.

Eine Masse an Schaden-Drei gegen das permanente Transhuman der Deathwing-Terminatoren.
Zwei Turnierfavoriten im Duell.

Fazit: Spannend! Leichter Vorteil Diceskill.

An Tisch 5 haben wir das Duell zweier Trainingspartner. Jan „Anomander Rake“ verbuchte im letzten Jahr den größten Sieg seiner 40k Karriere. Er gewann, immer als als hoher Außenseiter nach dem Blick auf die Listen, alle Duelle im T5S2 Invitational und holte sich nach Siegen (u.a. gegen Liam Vsl) die Krone des „Best virtual 40k player“ der Welt. Dazu analog ein mehr als respektables Ergebnis als bester Adeptus Astartes Spieler im Hanseatic Alliance Open.

Doch der Triumph auf heimischen Online 40k Platten blieb aus. Mehr als ordentliche Ergebnisse gab es nicht im Warphammer. Ikarus hat vorgemacht, dass Space Marines durchaus das Warphammer gewinnen können. Will Anomander dieses Jahr angreifen so muss ein Sieg mit seiner Space Wolves/Ravenwing Suppe her.

Doch sein Gegner kennt seine Liste nur allzu gut.  ArneZ, spielt, als Deutscher, für das belgische WTC Team. Würde es nach ihm gehen so würde man in 40k nur Teamturniere spielen und 2 Mann Partien doch im gepflegten Rahmen einer privaten Partie belassen. Doch irgendetwas scheint den ansonsten typisch berlinerisch immer entspannten Drukharispieler gestochen zu haben.

Vielleicht wurde der Ausdruck „TTS Kiddi“ einmal zu oft von der Alten Garde des deutschen 40k fallen gelassen..?

So oder so, seine Thicc City Variante (Grotesquen und Taloi) ist ein harter Brocken und ArneZ fürchtet niemanden in diesem Turnier, Spieler oder Liste, auch nicht Anomander. Der ist in ihren gemeinsamen Trainingsspielen noch ohne Sieg gegen Arnes Liste. Doch niemand im deutschen 40k brilliert so sehr wenn die Quoten gegen ihn stehen wie „Anomander Rake“.

Fazit: Starker Vorteil ArneZ

Alte Garde? Nix da! Zwei deutsche 40k Veteranen feiern ihr Comeback im Duell auf Tisch 6 des Warphammers.

Die gesamte deutsche 40k Community freut sich über die Rückkehr von Jan „veiovis“ an den Spieltisch, der Kieler hat nicht einen Hauch seiner Klasse verloren.
Ungewöhnlich für ihn, statt einer Massen- führt er eine Elitearmee ins Feld. 20 Scarab-Terminatoren halten so einiges aus, bei gewaltiger Feuerkraft. Der Großteil ihres Schadens ist D1, ein Vorteil gegen seinen Gegner, dessen Killrigs&Beastbosse on Squiggosaurs eine Schadensreduktion von 1 haben.

Fast ein Jahrzehnt sind die großen Siege auf der anderen Seite des Tisches her. Nils „Schnuffi“ spielte schon im deutschen W(E)TC Team da gingen andere Teilnehmer des Turniers noch zur Grundschule. Nach einem sanften Wiedereinstieg greift er in diesem Warphammer voll an. Seine Orkarmee setzt auf zwei Squigbosse on Beastorsaur&Killrigs. Natürlich, bewährt, als Goffs für noch mehr Nahkampfschaden. Dazu der auch als Goff noch ausreichend tödliche Wazbom Blastajet. Ein schweres Matchup für veiovis, die Killrigs verhindern die gewohnte Dominanz in der Psiphase. Die Goff Infanterie kann durchaus mit der Masse ihrer Attacken den Rubrics gefährlich werden und die Squigbosse dürfen nicht ungebremst in die Scrab-Occult-Terminators einschlagen.

Fazit: Vorteil „Schnuffi


Auf Tisch 7 hat Alexander „Rath1990“ noch die Chance auf den TopCut, muss dafür aber mit seiner Terminus Est Poxwalker Horde  an Peter „MotherTheresia“ vorbei. Der wiederum spielte Death Guard bevor er zu „Thicc City“ wechselte. Keine guten Voraussetzungen für den Thüringer, doch mit einem Sieg könnte er mit seiner Death Guard im TopCut landen und damit den bislang größten Erfolg seiner 40k Laufbahn feiern.

Fazit: klarer Vorteil MotherTheresia

Warphammer in seiner ganzen Pracht, TTS Kiddis, Neulinge, Rückkehrer, Stammgäste der deutschen 40k Spitze. Die dritte Runde des Warphammer ist hochklassig wie lange nicht mehr.

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